Kriegswirtschaft als Denkfehler

Kriegswirtschaft als Denkfehler

Januar 26, 2026

Der Ruf nach „Kriegswirtschaft“ klingt analytisch nüchtern, ist ordnungspolitisch jedoch hochriskant. Historisch steht er für Etatismus und Ausnahmezustand. Wer ihn übernimmt, legitimiert staatliche Steuerung dort, wo marktwirtschaftliche Ordnung verteidigt werden müsste. Eine kritische Klarstellung gegen semantische Leichtfertigkeit und ordnungspolitische Kapitulation.

Sondervermögen und historische Lehren

November 21, 2025

Kriegswirtschaft bezeichnet die staatliche Priorisierung militärischer Bedürfnisse in der Wirtschaft. Sie reicht von punktueller Mobilisierung einzelner Ressourcen bis zur totalen Umstellung einer Volkswirtschaft auf Rüstungsproduktion. Entscheidend ist: Kriegswirtschaft ist nie nur ein ökonomisches Phänomen. Sie greift immer institutionell in die Gesellschaft ein – durch Kapitallenkung, Arbeitszwang, Rationierung oder direkte Produktionssteuerung. Deutschland und Europa sind von einer Kriegswirtschaft weit entfernt.