Januar 26, 2026
Der Ruf nach „Kriegswirtschaft“ klingt analytisch nüchtern, ist ordnungspolitisch jedoch hochriskant. Historisch steht er für Etatismus und Ausnahmezustand. Wer ihn übernimmt, legitimiert staatliche Steuerung dort, wo marktwirtschaftliche Ordnung verteidigt werden müsste. Eine kritische Klarstellung gegen semantische Leichtfertigkeit und ordnungspolitische Kapitulation.
Januar 1, 2026
Jasay’s Garden widmet sich 2026 einem Thema, das selten laut verhandelt wird – und doch allgegenwärtig ist: dem Verfall von Institutionen.
Der englische Substack Newsletter wird das ganze Jahr aus verschiedenen Perspektiven den stillen Verfall von Institutionen betrachten - ruhig, klar und auf der Suche nach Erkenntnis.
Dezember 6, 2025
Nun auch als E-Book verfügbar!
Freiheit in 17 Zeilen mit der ISBN 9783695167098
Ich mag das Auftaktbüchlein zu meiner Edition M.
Das liegt an Stefan Blankertz' Layout und an Inhalten wie diesem ...
Dezember 5, 2025
Wenn die Krise kommt, soll der Staat „mitspielen" statt „schiedsrichtern" – so die interventionistische Formel. Preisdeckel, Bailouts, Subventionen gelten als Gebot der Stunde. Doch das Gegenteil ist richtig: Gerade in Krisen verschärfen Eingriffe das Wissensproblem, zerstören stabilisierende Feedbacks und werden dauerhaft. Ordnungspolitik ist keine Schönwetterdisziplin – sie ist die einzige Krisenpolitik, die langfristig funktioniert.
November 21, 2025
Kriegswirtschaft bezeichnet die staatliche Priorisierung militärischer Bedürfnisse in der Wirtschaft. Sie reicht von punktueller Mobilisierung einzelner Ressourcen bis zur totalen Umstellung einer Volkswirtschaft auf Rüstungsproduktion. Entscheidend ist: Kriegswirtschaft ist nie nur ein ökonomisches Phänomen. Sie greift immer institutionell in die Gesellschaft ein – durch Kapitallenkung, Arbeitszwang, Rationierung oder direkte Produktionssteuerung. Deutschland und Europa sind von einer Kriegswirtschaft weit entfernt.